Wien Energie Innovation Challenge #10

Eine Luftaufnahme vom Wien Energie Müllverbrennungsanlage

Auf einen Blick

Wien Energie sucht Innovationen für eine lebenswerte Zukunft. Gemeinsam mit Start-ups möchte sie zukünftige Energielösungen entwickeln. Dieses Jahr liegt der Fokus auf den folgenden Bereichen:

  • ChargeVoice: KI-gestützter Kundensupport für E-Charging
  • Kurzfristige Globalstrahlungsprognose: Prognosen für eine effizientere Nutzung der Solarenergie

 

Die Einreichungsfrist ist: 5. Mai 2026

Wien Energie: Innovation Challenge #10

Wien Energie bündelt ihre Kräfte und entwickelt Lösungen für eine nachhaltige Energiezukunft und die Mobilitätswende. Dazu sucht Wien Energie innovative Start-ups, die gemeinsam mit ihren Expert:innen zukunftsfähige Energielösungen für ein klimafreundliches Wien entwickeln.  

Bereits seit 2017 arbeiten Start-ups und strategische Partner:innen aus aller Welt mit Wien Energie im Zuge von Innovation Challenges und anderen Innovationsformaten zusammen, um nachhaltige Lösungen u.a. für die aktuellen Innovationssuchfelder: Dekarbonisierte Energiesysteme, Kreislaufwirtschaft, Elektromobilität, Digitale Transformation zu finden und umzusetzen.

Warum ist Wien Energie die Zusammenarbeit mit Start-ups wichtig? Wien Energie erreicht durch Start-ups mehr Agilität und Schnelligkeit in der Produktentwicklung. Erfolgreiche Pilotprojekte mit Start-ups können zu einem späteren Zeitpunkt skaliert werden und so neue Produkte und Geschäftsmodelle für Wien Energie, die Stadt und die Start-ups hervorbringen. Junge Unternehmen profitieren von ihrer Infrastruktur, Expertise sowie dem Zugang zu über 2 Millionen Wien Energie Kund:innen. So können ihre Ideen und Produkte erfolgreich auf den Markt gebracht werden. Also eine Win-Win-Situation für alle Seiten. 

Die Themen

KI-Unterstützte Kundensupport, ein Kernthema der Wien Energie Innovation Challenge #10
ChargeVoice

Für Wien Energie ist es von großer Bedeutung, Kund:innen mit Elektrofahrzeugen bei Problemen im Zusammenhang mit der Ladung an öffentlichen Ladesäulen schnell, zuverlässig und rund um die Uhr mit Rat und Tat zur Seite steht.

Um unsere Kolleg:innen zu unterstützen, suchen wir eine KI-gestützte Lösung, die telefonische Anfragen im First-Level-Support eigenständig übernehmen, häufige Störungs- und Servicefälle bearbeiten, sowie Störungstickets generieren kann. Dadurch können Wartezeiten reduziert, die Kundenzufriedenheit erhöht und interne Serviceeinheiten entlastet werden. Die Lösung soll speziell für servicekritische Prozesse im Umfeld von E-Mobilität geeignet und auf das Umfeld Telekommunikation erweiterbar sein. 

Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, ist Folgendes erforderlich:

  • Eine hochwertige Unterstützung in deutscher und englischer Sprache ist zwingend erforderlich; zusätzliche Mehrsprachigkeit ist wünschenswert.
  • Die Lösung soll nahtlos an bestehendes System- und Prozesslandschaften CPMS bzw. relevante Backend-Systeme angebunden werden können
  • Darüber hinaus ist sicherzustellen, dass alle relevanten IT-Security-, Datenschutz- und Governance-Anforderungen eingehalten werden, insbesondere DSGVO, EU AI Act, ISI etc.

 

Beispielhafter Use Case: KI-gestützte Entstörung im Ladebetrieb

Eine Kundin oder ein Kunde mit Elektrofahrzeug ruft bei der Wien Energie Hotline an, weil ein Ladevorgang an einer öffentlichen Ladesäule nicht gestartet werden kann oder vorzeitig abgebrochen wurde. Die KI-Lösung übernimmt den Anruf, erkennt das Anliegen, führt strukturiert durch die Problemanalyse und greift – soweit zulässig – auf relevante Informationen aus dem CPMS bzw. Backend zu. Kann der Fall nicht unmittelbar gelöst werden, erstellt das System automatisiert ein Ticket mit relevanter Zusammenfassung, Klassifizierung und nächstem Handlungsschritt und leitet dieses an den zuständigen Support weiter. Ziel ist es, eine hohe Erstlösungsquote zu erreichen und gleichzeitig sicherzustellen, dass komplexe Fälle effizient und nachvollziehbar an Menschen übergeben werden

Globalstrahlungsprognose, ein Kernthema der Wien Energie Innovation Challenge #10
Kurzfristige Globalstrahlungsprognose

Die Stromerzeugung durch Photovoltaik bildet eine wesentliche Säule der Energiewende. Die Ausbauzahlen von Photovoltaikmodulen steigen auch in und um Wien von Jahr zu Jahr stark an. Diese erneuerbare Energieform stellt uns als Energieversorgungsunternehmen vor große Herausforderungen. Die starke und durch Wolkenbewegungen sehr kurzfristige Wetterabhängigkeit von Solarstromerzeugung erfordert geänderte Methoden, die wir für die Prognose des Strombedarfs unserer Kund:innen einsetzen.

Viele unserer Kund:innen decken inzwischen einen Teil ihres Strombedarf durch eigens erzeugten Solarstrom. Dieser Einfluss von Solarstrom erzeugt für uns teils enorme Ausgleichsenergiekosten, in Fällen von zu hoch oder zu niedrig vorhergesagter Photovoltaikerzeugung.

Unser Ziel ist, im Ultrakurzfristbereich von 15 Minuten bis drei Stunden, eine möglichst verlässliche Vorhersage des Strombedarfs unserer Kund:innen zu erstellen. Dafür benötigen wir eine robuste und präzise Prognose der Globalstrahlung, die in diesem nahestliegenden Zeitraum in unserem Versorgungsgebiet Großraum Wien zur Solarstromerzeugung zur Verfügung stehen wird.

Wir suchen innovative Lösungsansätze, die sowohl neuartige Wetterdaten durch zum Beispiel Sky- oder Webcams erheben und einbeziehen, als auch methodisch über klassische Wettermodelle hinausgehen. Die Globalstrahlungsprognose soll mit einer Frequenz von unter einer Stunde für die nächsten circa drei Stunden aktualisiert werden.

Wie es funktioniert

Feedback
& Austausch

Enge Zusammenarbeit und Austausch mit den Expert:innen der Wien Energie. Ihr habt die Möglichkeit, mit dem größten Energieversorger Österreichs intensiv an einem gemeinsamen Projekt zu arbeiten.

PoC
Budget

Die am Ende des Bootcamp von der Jury ausgewählten Start-ups und Innovationsprojekte erhalten für die dann folgende Umsetzung des Pilotprojekts ein Budget von bis zu 50.000€.

Partnerschaft mit
Wien Energie

Ihr habt die große Chance, Wien Energie als Partner oder Kunden zu gewinnen. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, das Wien Energie Netzwerk zu nutzen und weitere Partner in Folge zu gewinnen.

Wer soll sich anmelden?

Melde dein Start-up an, wenn du folgende Kriterien erfüllst:

  • Das Produkt bzw. die Technologie ist einsatzbereit
  • Ihr habt Kund:innen und (Pilot-)Projekte im Energiesektor oder in einem vergleichbaren Segment
  • Ihr seid bereit für eine Zusammenarbeit mit Wien Energie
  • Ein Co-Founder oder Executive kann am Innovation Bootcamp von 11.- 13. November 2026 vor Ort in Wien teilnehmen

Wien Energie ist ein öffentliches Unternehmen und daher zur Ausschreibungen verpflichtet. Nach der Anmeldung über den untenstehenden Button, erhaltet ihr den Link zur ANKÖ-Plattform. Eine Bewerbung für die Innovation Challenge gilt nur dann als gültig, wenn der ANKÖ-Prozess ebenfalls durchgeführt wurde.

Ein Mann schreibt Notizen

Wie werden die Bewerber:innen bewertet?

Eure Unterlagen werden von einer Jury bestehend aus Expert:innen der Wien Energie bewertet. Diese achtet bei der Bewertung besonders auf folgende Aspekte:

  • Nachhaltigkeit und CO2-Einsparungen
  • Bedarf der Lösung
  • Realistische Umsetzbarkeit im / in den nächsten Jahr(en) 
  • Erlös- oder Einsparungspotenzial

Timeline

Die Online-Pitch-Sessions finden am 9. Juni 2026 wie folgt statt:

Kurzfristige Globalstrahlungsprognose: 10:00-12:00

ChargeVoice: 14:00-16:00

Success Stories

Zwei Frauen schauen ein Computer mit eine Kraken IM Program - Gewinner der Wien Energie Innovation Challenge

Kraken

Durch die Einführung einer Datenplattform des Start-ups Kraken IM kann Wien Energie nun vorausschauend CO2-Emissionen von Projekten analysieren, die sich noch in der Designphase befinden und diese bis in die Umsetzung begleiten. Dies ermöglicht es, fundierte Entscheidungen zu treffen, die die Stadt Wien der Klimaneutralität näherbringen. Das Projekt wurde im Rahmen der Innovation Challenge #7 gestartet.

KI-Produktberater

Mit dem digitalen KI‑Produktberater für Stromtarife gelingt es Wien Energie, Kunden*innenanfragen zur Tarif- und Produktberatung deutlich zu reduzieren und gleichzeitig mehr Menschen online zum passenden Tarif zu führen. Die Lösung unterstützt bei der Gewinnung neuer Kund*innen, steigert die digitalen Abschlüsse und führt zu einer erhöhten Kundenzufriedenheit. Das Projekt entstand im Rahmen der Innovation Challenge #8.

Smart Inspection, Gewinner der Wien Energie Innovation Challenge

Smart Inspection

Mithilfe intelligenter Drohnen werden die Anlagen von Wien Energie schnell und effizient auf Mängel überprüft, bei Tag und bei Nacht. Dieses innovative Konzept trägt zur Minimierung der Stillstandzeiten von Wind- und Photovoltaikanlagen bei. Smart Inspection wurde in der Wien Energie Innovation Challenge #1 im Jahr 2017 ins Leben gerufen.

FAQs

Das Bewerbungsverfahren beginnt mit dem Ausfüllen des Bewerbungsformulars, das bis zum 05.05.2026 zur Verfügung steht. Nachdem wir alle Bewerbungen geprüft haben, setzen wir uns mit Dir in Verbindung. Dein Start-up bietet eine spannende Lösung und wir wollen mehr über euch und euer Start-up erfahren? Dann werdet ihr zu einer Pitch-Session eingeladen. Diese ermöglicht ein erstes Kennenlernen sowie das Klären erster Fragen. Die besten Start-ups je Suchfeld werden dann zur nächsten Phase eingeladen – die Collaboration Phase.

Wien Energie ist ein öffentliches Unternehmen und daher zur Ausschreibungen verpflichtet. Das Ziel der Challenge besteht darin, erfolgreiche Projekte umzusetzen, auszurollen und zu skalieren. Um dies zu ermöglichen, ist es notwendig, dass die relevanten Vergabeprozesse eingehalten werden, die über die ANKÖ-Plattform abgewickelt werden. Alle Start-ups, die sich über die Landingpage anmelden, erhalten den Link zur ANKÖ-Plattform. Eine Bewerbung für die Innovation Challenge gilt nur dann als gültig, wenn der ANKÖ-Prozess ebenfalls durchgeführt wurde.

Ihre Bewerbung sollte so viele Informationen enthalten, wie erforderlich sind, damit Dritte Ihr Geschäftsmodell und Ihr Marktpotenzial beurteilen können.

Wir bitten Sie, Ihren Beitrag zur Nachhaltigkeit und zu CO₂-Einsparungen qualitativ zu beschreiben. Quantifizieren Sie Nachhaltigkeit und CO₂-Einsparungen in dem Umfang, wie es die Art der Herausforderung, die Sie für Wien Energie angehen, zulässt. Wir sind offen für jedes geeignete Format und überzeugende Kennzahlen, die Sie zur Veranschaulichung des Umsatz- oder Einsparpotenzials Ihrer Lösung vorlegen, einschließlich fundierter Annahmen und relativer, spezifischer oder normalisierter Zahlen, die eine Skalierung auf das Portfolio von Wien Energie ermöglichen.

Wir werden uns mit Ihnen in Verbindung setzen, falls etwas unklar ist oder weitere Informationen benötigt werden. Auf Grundlage dieser Informationen treffen wir eine Vorauswahl.

Das primäre Ziel während der Innovation Challenge ist es, den spezifischen Mehrwert des Produkts für uns als Wien Energie detailliert herauszuarbeiten. Daher ist uns bewusst, dass eine vollkommen passgenaue Darstellung in der ersten Bewerbung oft noch nicht möglich ist.

Der allgemeine Fokus liegt auf der Vermeidung bzw. Verringerung von Ausgleichsenergiekosten bei unserem kundenseitigen Stromabsatz. Zur Bewertung eignen sich daher insbesondere:

  • Lead-Times: Zur Sicherstellung der Handlungsfähigkeit.
  • MAE (Mean Absolute Error): Beispielsweise in W/m2 oder Prozent, mit besonderem Augenmerk auf die relevanten Zeitfenster (Frühling/Sommer zur Mittagszeit).

Ja, natürlich. In dieser Innovation Challenge geht es um Zusammenarbeit und das gemeinsame Finden von Lösungen.

Die Start-ups, die sich für die Innovation Challenge angemeldet haben und das meiste Potential für eine Zusammenarbeit mit der Wien Energie zeigen, werden zu einer kurzen Pitch-Session eingeladen. In diesen Pitches sollten die Start-ups ihre Lösungen, den USP, das Marktpotential und Kollaborationsvorschläge für eine Zusammenarbeit mit der Wien Energie präsentieren. Die Pitches finden virtuell und vor Expert:innen der Wien Energie statt, die die Pitches im Anschluss bewerten.

Maximal 5 Start-ups werden für die Collaboration Phase ausgewählt, in der die Start-ups gemeinsam mit Expert:innen der Wien Energie in der Vorbereitung der Prototypen, Pilotprojekten und Business Cases arbeiten werden. Begleitet wird dies durch einen Collaboration Manager, der euch bei der gemeinsamen Arbeit unterstützt.

Maximal 5 Teams, bestehend aus Mitarbeiter:innen der Start-ups und Expert:innen von Wien Energie werden beim Innovation Bootcamp gemeinsam an ihren Konzepten und Pitches arbeiten. Eine physische Anwesenheit ist erwünscht, es ist jedoch auch eine Online-Teilnahme möglich.

Im Innovation Bootcamp arbeiten die Start-ups gemeinsam mit Mitarbeiter:innen und Expert:innen der Wien Energie an der Entwicklung eines gemeinsamen Pilotprojekts. Am letzten Tag des Innovation Camps präsentieren die Teams das Konzept vor einer Jury, die die vielversprechendsten Teams und Konzepte für die Acceleration Phase auswählt.

Die Jury für die Präsentationen am Ende des Innovation Bootcamps setzt sich aus Expert:innen der Wien Energie zusammen.

Es ist nicht vorab definiert, wie viele Pilotprojekte von der Jury für eine Umsetzung ausgewählt werden. Alle Pilotprojekte, die von Wien Energie als relevant angesehen werden, können umgesetzt werden.

Die Start-ups, die zum Innovation Bootcamp eingeladen werden, aber nicht für die Implementierung eines Pilotprojekts von der Jury ausgewählt werden, erhalten eine Aufwandsentschädigung i. d. H. von € 2.000.

Ziel ist es, einen Prototypen zu erstellen und/oder das Projekt auf eine langfristige, erfolgreiche Zusammenarbeit vorzubereiten. Ein Budget für erste Prototypen und Pilotprojekte kann ebenfalls bereitgestellt werden.

Nach der Acceleration Phase können erfolgreiche Pilotprojekte ausgerollt und skaliert werden. Eine Entscheidung über Folgeprojekte oder zukünftige Aktivitäten wird erst nach dem Abschluss des Pilotprojekts getroffen.

Reise- und Übernachtungskosten für das Programm inkl. Innovation Bootcamp werden nicht erstattet. Alternativ wird eine virtuelle Teilnahme während des Innovation Bootcamp ermöglicht.

Partner

Wien Energie versorgt zwei Millionen Menschen und 230.000 Gewerbe- und Industrieanlagen zuverlässig mit Energie. Versorgungssicherheit und Klimaschutz stehen an oberster Stelle. Die Strom- und Wärmeproduktion stammt aus erneuerbarer Energie wie Sonnen-, Wind- und Wasserkraft sowie Biomasse, Abfallverwertung und Kraft-Wärme-Kopplung.

Mit einem Umsatz von 3.042,0 Millionen Euro und 2.179 Mitarbeiter*innen (2022) zählt Wien Energie zu den 30 umsatzstärksten Unternehmen Österreichs. Wir sind somit einer der größten Arbeitgeber der Bundeshauptstadt.

Climate Lab Logo

Das Climate Lab startete im März 2022 und wird durch eine wachsende Allianz aus Partnern angetrieben. Ziel des Climate Lab ist es, sektorübergreifende Allianzen zu formen und Kräfte zu bündeln, um Klimaneutralität und Kreislaufwirtschaft in Österreich rascher voranzutreiben.

Mit besonderem Augenmerk auf die Bereiche mit großem Potenzial zur Verringerung der Treibhausgasemissionen und für den Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft – Energie, Mobilität und Bauen – bringen wir führende Unternehmen, Startups, Wissenschaftlern, Zivilgesellschaft und Organisationen des öffentlichen Sektors zusammen, um Umsetzungen zu initiieren.

Fotos: Wien Energie, Adobe Stock, Lea Fabienne, DC Studios

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