Partner Spotlight: Atos

Mit Atos hat das Climate Lab einen starken Partner im Bereich Digitalisierung und Smart City. Das ist wichtig, denn Digitalisierung und Dekarbonisierung sind inzwischen untrennbar miteinander verbunden.

Heutzutage lebt etwa 56 % der Weltbevölkerung in Städten, und bis 2050 werden laut der Weltbank voraussichtlich 7 von 10 Menschen in Städten ihr Zuhause finden. Die zunehmende Verstädterung kann zwar Chancen für höhere Produktivität und Innovation eröffnen, bringt aber auch zahlreiche Herausforderungen in Bezug auf Wohnraum, Mobilität, Energie und zunehmende Industrialisierung mit sich. So hat die Weltbank festgestellt, dass Städte zwar 80 % des weltweiten BIP erwirtschaften, aber auch zwei Drittel des weltweiten Energieverbrauchs und mehr als 70 % der Treibhausgasemissionen verursachen.

Die digitale Innovation wird als wichtiger Bestandteil angesehen, um Städte „intelligent“ zu machen – effizienter, lebenswerter und nachhaltiger. Digitale Lösungen werden nicht nur eingesetzt, um die Erbringung von Dienstleistungen zu verbessern und wirtschaftliche Möglichkeiten zu schaffen, sondern sie können Entscheidungsträgern auch wichtige Daten über z. B. Infrastrukturprojekte liefern, die das Leben in der Stadt für kommende Generationen beeinflussen werden.

Atos ist ein weltweit führendes Unternehmen im Bereich der digitalen Transformation mit einem besonderen Schwerpunkt auf der Dekarbonisierung. Das Unternehmen ist dem Climate Lab frühzeitig als Partner beigetreten. Atos bringt nicht nur eine große Offenheit für die Zusammenarbeit zur Förderung von Innovationen mit ein, sondern hat auch praktische Erfahrungen mit den vielschichtigen Herausforderungen, Städte sowohl „intelligent“ als auch klimaneutral zu gestalten.

 

„Digitalisierung und Dekarbonisierung sind inzwischen untrennbar miteinander verbunden. Denn nur mithilfe neuer Technologien lassen sich die Herausforderungen der Klimakrise bewältigen – dies beginnt etwa bei der Entwicklung energieeffizienter Hard- und Software und geht bis hin zu präzisen Daten-Analysen, aus denen sich passgenaue Lösungen ableiten lassen.“

– Thomas Friedschröder, Atos Business & Management Consultant

 

„Smart Cities“ sind ein wichtiger Schwerpunkt von Atos im Rahmen seiner Partnerschaft mit Climate Lab. Wie gehen Sie das Thema an?

Zusammen mit dem Climate Lab fokussieren wir uns auf das Thema „Smart Cities“ – dazu gehören unter anderem die Bereiche Mobilität, Bauen und Energie.  Dabei verfolgen wir einen End-to-End-Ansatz, der von der Beratung über die Entwicklung maßgeschneiderter Konzepte bis hin zum gezielten Einsatz neuer Technologien reicht. Damit unterstützen wir die beteiligten Partnern-Unternehmen und -Organisationen dabei, ihre Ziele bei Umweltschutz, CO2-Reduktion und Dekarbonisierung zu erreichen: schnell, innovativ, auf gemeinsamem Weg zur Klimaneutralität.

Als erster Schritt wird der CO2-Fußabdruck eines Unternehmens oder einer Organisation ermittelt. Basierend darauf entwickelt Atos eine Strategie sowie wissenschaftlich basierte Ziele (Science-Based Targets, SBTs) für Emissionssenkungen. Um diese auch tatsächlich zu erreichen, bedarf es eines breiten Spektrums an Maßnahmen, Beratung und digitaler Lösungen.

 

Können Sie uns ein Beispiel dafür geben, wie dies in einem städtischen Kontext funktionieren würde?

Immer mehr Städte bewegen sich mehr und mehr in Richtung einer „Smart City“. Dahinter steckt der gezielte Einsatz neuer digitaler Lösungen mit dem Ziel, Städte grüner, sauberer und lebenswerter zu machen. Atos hilft Städten dabei, die Bedürfnisse von BürgerInnen mit neuen technologischen Möglichkeiten abzugleichen und kluge Handlungsstrategien aufzuzeigen.

Damit BürgerInnen beispielsweise bequemer und grüner von A nach B kommen, ermöglicht Atos mit seiner urbanen Datenplattform einen ganzheitlichen Überblick über Verkehrsfluss und Luftqualität, den Städte für sich analysieren und auswerten können. Dieses Datendrehkreuz dient als Entscheidungsgrundlage, beispielsweise zur Planung neuer Fahrradwege oder Routen für den öffentlichen Nahverkehr. Zudem können darauf Apps entwickelt werden, die die NutzerInnen selbst dazu befähigen, die klimafreundlichste Route für sich auszuwählen.

Zahlreiche weitere Anwendungsfälle, wie z.B. zur effizienteren Nutzung von Parkraum, eine bedarfsabhängige Straßenbeleuchtung und die Verbesserung des Verkehrsflusses, lassen sich auf dieser Basis abbilden. Von der Ideenfindung zur Umsetzung erster Pilotprojekte bis hin zur langfristigen Einbettung in ganze Stadtgebiete wirkt Atos im Schulterschluss mit Stadtverwaltungen auf deren Weg zur grünen Smart City.

 

Wie könnten Fortschritte bei der Digitalisierung uns helfen, die Klimaneutralitätsziele zu erreichen und was unternimmt Atos bereits zu diesem Thema?

Digitale Technologien haben das Potenzial, die globalen Emissionen um das bis zu 9-Fache ihres eigenen Fußabdrucks zu reduzieren. Das bedeutet, dass sie die globalen Kohlenstoffemissionen durch entsprechende Lösungen etwa in den Bereichen Energie, Gebäude, Dienstleistungen, Transport und Verkehrsmanagement um 9-15% reduzieren.

Bei unseren Headquarters hier in Wien haben wir beispielsweise eigens ein Mobilitätskonzept entwickelt, das es uns ermöglicht, jährlich 35 Tonnen CO2 einzusparen. Bis 2024 werden wir zudem auf eine reine E-Wagen-Flotte umsteigen.

Wir haben uns überdies verpflichtet, bis 2039 Klimaneutralität zu erreichen, weit vor dem Ziel des Pariser Abkommens, das die Frist bis 2050 gesetzt hat. Darüber hinaus ist Atos Gründungsmitglied der European Green Digital Coalition (EGDC) und zudem dem Climate Neutral Data Center Pact, einer Selbstregulierungsinitiative, um Rechenzentren in Europa bis 2030 klimaneutral zu machen, beigetreten.

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