Die 9. Wien Energie Innovation Challenge ist vorbei und die Unterschriften sind unter Dach und Fach. Auch dieses Jahr wurden wieder Lösungen für 3 Challenges der Wien Energie gesucht: ein Digitaler Lagerzwilling, ein Computer Using Agent und Anti Icing für Windkraftanlagen. Mit der Durchführung beauftragt war einmal mehr das Climate Lab, das insgesamt 32 Start-ups zur Teilnahme an den Start bringen konnte. Lediglich vier Teams schafften es durch die strenge Auswahl in die Collaboration Phase und ins Finale. Dort wurden die besten Lösungskonzepte einer 13-köpfigen Fachjury vorgestellt. Am Ende darf sich Wien Energie nun über zwei weitere, vielversprechende Kooperationen freuen.
“Es ist uns mit unserem Europa-weitem Scouting einmal mehr gelungen, überzeugende Lösungskonzepte für Wien Energie zu finden”, freut sich Gregor Pflüger, der von Seiten des Climate Lab die Innovation Challenge geleitet hat.
Von der Challenge zum Scale-up
Das Konzept der Innovation Challenges ist einfach und wirkungsvoll. Große Unternehmen analysieren ihre Herausforderungen für die Zukunft und fordern innovative Start-ups dazu heraus, ihre Lösungen vorzustellen. Die besten Einreichungen werden zu einem mehrwöchigen Prozess in mehreren Phasen eingeladen. Dabei arbeiten die Start-ups gemeinsam mit Wien Energie Expert:innen an ihren Lösungen, an der Präsentation und weiteren Themen, die für den Erfolg entscheidend sind. Die Finalisten dürfen auf die anschließende Acceleration Phase und damit auf die Finanzierung eines Proof-of-Concepts (PoC) oder eines Pilotprojektes hoffen. Hinzu kommt die Möglichkeit einer langfristigen Partnerschaft mit einem starken Partner für die entscheidende Scale-up Phase des eigenen Produkts.
In diesem Jahr dürfen sich die BReact GmbH und Supply Brain GmbH über die bis zu 50.000 Euro für die Umsetzung und die Zusammenarbeit mit dem größten regionalen Energieversorger Österreichs, Wien Energie, freuen. Wenig überraschend haben beide Lösungen dabei mit KI zu tun.
- Der KI-Agent „Helio“ von BReact GmbH unterstützt die Planung und Umsetzung von PV-Anlagen, indem er zeitaufwendige Recherchen zu Normen und Richtlinien teilweise übernimmt.
- Der Digitale Lagerzwilling 2.0 von Supply Brain GmbH nutzt künstliche Intelligenz, um das Materialmanagement zu verbessern und Kosten sowie Ressourcen zu optimieren. Eine automatische Lagerplatzfindung bestimmt den besten Lagerort und gibt einen Überblick über verfügbare Kapazitäten und entstehende Kosten.
“Die Innovation Challenge ist ein bedeutender Hebel für Wien Energie, da wir dadurch relevante Projekte umsetzen, die Fachabteilungen bei der Erreichung ihrer Ziele unterstützen, neuartige Produkte, Dienstleistungen und Prozesse entwickeln sowie eine starke Innovationskultur aufbauen. Innovation ist das Vehikel, mit dem wir die Stadt Wien zukunftsfit machen können”, zeigt sich Fernando Thadeu Cavalheiro Garrido überzeugt.
Jubiläumsausgabe der Innovation Challenge startet bald
Dass das tatsächlich auch gelingt, zeigt der Blick auf Erfolgsstories aus früheren Innovation Challenges. Vor 2 Jahren konnte etwa das Start-up Kraken IM überzeugen. Durch die Einführung einer Datenplattform kann Wien Energie nun vorausschauend CO2-Emissionen von Projekten analysieren, die sich noch in der Designphase befinden und diese bis in die Umsetzung begleiten. Eine Erfolgsgeschichte aus der allerersten Challenge ist zudem Smart Inspection. Mithilfe intelligenter Drohnen werden nun die Anlagen von Wien Energie schnell und effizient auf Mängel überprüft – bei Tag und Nacht. Dieses innovative Konzept trägt zur Minimierung der Stillstandzeiten von Wind- und Photovoltaikanlagen bei.
In diesem Frühjahr startet mit der 10. Innovation Challenge die Jubiläums-Ausgabe des erfolgreichen Formates. Die genauen Themen stehen noch nicht fest, aber Start-ups in Österreich und Europa dürfen sich erneut auf spannende Herausforderungen und die einmalige Chance zur Umsetzung ihrer Ideen freuen.
Links
– Wien Energie Innovation Challenge
– BReact GmbH
– Supply Brain GmbH
– Wien Energie
Titelbild: Wiener Stadtwerke/APA/Schedl