Nach den Begrüßungs- und Eröffnungsworten von Barbara Inmann, Climate Lab sowie Lukas Kienzl, CEOs FOR FUTURE startete die Veranstaltung mit einem ersten Blitzlicht zum Thema „Tensions – welche Spannungsfelder derzeit besonders prägend sind und welche Herausforderungen sich daraus für Wirtschaft, Gesellschaft und Transformation ergeben“.
Im Rahmen der ersten Fragerunde teilten Vertreter:innen aus Wirtschaft, Innovation und Jugend ihre Perspektiven auf aktuelle Spannungsfelder: Hinnerk Hansen, Impact Hub Vienna, Gudrun Senk, Wiener Linien GmbH & Co KG, Karl Sagmeister, Schneider Electric Austria Ges.m.b.H., Teresa Nagele, EUth & CliMates Austria sowie Johannes Ortner, ALIA AG.
Vorstellung vs. Umsetzung
Es wurde deutlich, dass Digitalisierung und Nachhaltigkeit zunehmend als eng miteinander verbundene Transformationsfelder verstanden werden. Unternehmen konnten durch konsequente Digitalisierung ihre Prozesse effizienter gestalten und gleichzeitig ihre Abhängigkeit von fossilen Energieträgern reduzieren. Besonders betont wurde die Bedeutung regionaler Wertschöpfung und lokaler Resilienz, um Versorgungssicherheit und langfristige Stabilität zu stärken.
Gleichzeitig zeigten sich auch zentrale Spannungsfelder: globale versus lokale Interessen, regulatorische Anforderungen versus operative Realität, Idealvorstellungen versus praktische Umsetzbarkeit sowie die Wichtigkeit der Wirkung von Investitionen versus die Rendite, die sie abwerfen können.
Diese „Tensions“ vertieften und reflektierten die Teilnehmer:innen im Anschluss in kleinerern Gruppen und diskutierten gemeinsam die Frage: „Wie gehen wir mit diesen Spannungen um?“
Ökonomischer Zwang vs. soziale Verantwortung
Im zweiten Blitzlicht wurden zahlreiche strategische und operative Perspektiven geteilt. Dabei ging es unter anderem um die Weiterentwicklung von Managementstrukturen, neue Anforderungen an Führung sowie die Bedeutung von Bewusstseinsbildung und Zusammenarbeit innerhalb von Organisationen.
Eine wesentliche „Tension“ lag dabei zwischen wirtschaftlichem Druck und sozialer Verantwortung. So stehen Unternehmen vor der Herausforderung, Gesundheit, Sicherheit und langfristige Entwicklung ihrer Mitarbeitenden sicherzustellen und gleichzeitig wirtschaftlich wettbewerbsfähig zu bleiben. Ebenso wurde betont, dass Transformationsprozesse – insbesondere im Bereich Kreislaufwirtschaft und Nachhaltigkeit – häufig durch langsame politische Entscheidungen und lange administrative Wege erschwert werden.
Nachhaltigkeit als Tension der Generationen
Auch die Bedeutung generationenübergreifender Zusammenarbeit und die Motivation einer aktiven Jugend kam bei dem Event zur Sprache. Die Diskussion zeigte nicht nur die unterschiedlichen Erwartungen an Arbeit, Konsum und Nachhaltigkeit zwischen den Generationen, sondern lieferte auch wertvolle Perspektiven für Innovation und gesellschaftliche Entwicklung. Abschließend wurde die Notwendigkeit betont, flexible und generationenübergreifende Strategien zu entwickeln, die Nachhaltigkeit, wirtschaftliche Stabilität, Gesundheit und soziale Verantwortung gleichwertig berücksichtigen.
Das CEO-Frühstück zeigte einmal mehr, wie wichtig Räume für offenen branchen- und generationenübergreifenden Austausch und damit unterschiedlicher Perspektiven sind, um gemeinsam tragfähige Lösungen für die Herausforderungen der Transformation zu entwickeln.
Wir bedanken uns bei allen Inputgeber:innen und Teilnehmer:innen für die wertvollen Beiträge zu dem Thema!
Fotos: Stephanie Don/Climate Lab












